Exerzitienreferat im Kardinal-Hengsbach-Haus

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Was ist Spiritualität?

 

Spiritualität leitet sich vom Wort Spiritus - Geist - ab und meint das Leben in bzw. aus einem bestimmten Geist heraus - geistliches Leben.

Christliche Spiritualität meint die persönliche Ergriffenheit einzelner oder ganzer Gruppen von Gottes gutem - heiligem - Geist, der auch Jesus ergriffen hatte und der weht, wo er will. Das Leben aus diesem Heiligen Geist, die Spiritualität, bedeutet die Gestaltung eines oft sehr individuellen persönlichen Weges der Gottesbegegnung. Christliche Spiritualität ist der Versuch, im eigenen Leben die Haltungen Jesu von Nazareth nachzuahmen: wie er mit den und für die Menschen gedacht, geredet und gehandelt und in einer vitalen Beziehung zu Gott gelebt hat.

Unter Spiritualität versteht man das, was der Mensch tun bzw. weglassen kann, um sich auf die Begegnung und den Dialog mit Gott vorzubereiten, sich zu öffnen und empfänglich zu werden für die Anregungen des Geistes Gottes. Die Formen der Übung, Orte, Zeiten und Mittel der Konzentration auf das Gebet und den Kontakt zu Gott sind sehr unterschiedlich. Diese Formen werden auch oft als Spiritualität bezeichnet.

Innere Haltungen und praktische Übungen, die auf Heilige und spirituelle Lehrer/innen zurückgehen, werden als spezifische Spiritualitätsformen tradiert; einige große Traditionsstränge seien hier exemplarisch benannt: die ignatianische Spiritualität, die benediktinische Spiritualität, die franziskanische Spiritualität.

Der Dialog selbst mit den drei göttlichen Personen kann jedoch nicht gemacht werden; die Begegnung zwischen Gott und Mensch im Gebet und in der Kontemplation ist immer Geschenk und Gnade.

 

 

Ingelore Engbrocks und Klaus Kleffner