Exerzitienreferat im Kardinal-Hengsbach-Haus

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Wenn ich Menschen oder Tieren in die Augen schaue oder im Wald spazieren gehe, eine Blume betrachte, die Gemeinschaft eines Gottesdienstes erlebe oder versuche, als Physiker in die Geheimnisse der Schöpfung einzudringen, dann spüre ich tief in mir, dass alles mit allem durch ein göttliches Band verbunden ist. In diesem Band spüre ich das Wirken des hl. Geistes. Es gibt viele Namen für dieses göttliche Wirken, die Hindus nennen es Brahman, die Muslime Allah, die Indianer Manitou, Marc Aurel nennt es die Allnatur. Ich spüre tief in mir das Wirken des Göttlichen, aber ich kann das wortlose Wirken schwer in Worte fassen. Natürlich kommen mir manchmal Zweifel, ob das nicht alles (nur) Einbildung ist, aber dann denke ich an die Mystiker aller Religionen wie Theresa von Avila oder Johannes vom Kreuz, Laotse oder Rumi, oder auch an Naturwissenschaftler wie Werner Heisenberg, Albert Einstein, Newton oder Galileo, die von ähnlichen Erfahrungen berichten. Und das bestärkt mich im Glauben an den göttlichen Plan der Schöpfung und an das Göttliche in uns allen.

 

Klaus Rindermann

 

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